Mentoring für Migranten: Suche Job – biete IT-Experten

An was denken Sie bei dem Wort "Migrant"? Überstrapazierter Begriff für das gebündelte Übel, das aus dem aus Ausland kommt? Versuchen Sie es einmal hiermit: Hochgebildeter Mensch mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft oder Abstammung, der in Österreich lebt. "Und Arbeit sucht" muss ich für diesen Blog-Eintrag noch ergänzen.

"Die Mentees, die heute Abend in diesem Raum sitzen, sind wahrscheinlich besser ausgebildet als alle Mentoren zusammen", läutete der Generalsekretär Stellvertreter den Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Reinhold Mitterlehner, das Zusammenkommen der Mentorenpartnerschaften ein.

Migranten: Häufig sehr gut ausgebildet
Migranten sind oft hervorragend ausgebildet, hoch motiviert und verfügen über exzellente Kenntnisse auch exotischer Sprachen. Damit sollten sie eigentlich der Traum jedes Arbeitgebers sein. Dass es doch nicht so klappt mit der Arbeitsaufnahme, liegt häufig an mangelnden Netzwerken. Das bekommen Menschen aus anderen Ländern noch viel deutlicher zu spüren als zum Beispiel ein Vorarlberger, der nach Wien zieht.

Startschuss für Mentorenprogramm
Um Migranten eine bessere Startchance zu geben, haben WKÖ, Integrationsfonds und AMS das Programm "Mentoring für Migranten" initiiert. In Österreich etablierte Fachkräfte aus den verschiedensten Unternehmen fungieren als Mentoren. Sie bekommen einen Mentee zugeordnet, dem oder der sie beratend zur Seite stehen, Kontakte vermitteln und im besten Fall den Weg zu einem Arbeitsplatz ebnen. Das Pilotprojekt ist zunächst auf drei Monate ausgelegt.

Vielsprachiger IT-Spezialist sucht Arbeit
Gestern Abend fand das "Matching" und die Einführung ins Mentoring statt. Mein Mentee ist ein 31-jähriger Albaner mit vollem Arbeits- und Aufenthaltsrecht in Österreich. Herr G. hat jahrelange Erfahrungen als IT-Verantwortlicher für diverse Auftraggeber. U. a. die Albania Kosovo Force, Radio Maria Albania, Stadt Shkoder oder die Italienische Botschaft in Shkoder (Albanien). Herr G. ist studierter Physiker und hat zusätzlich Lehrgänge wie Microsoft CTEC Pipeline und  Netzwerkverwaltung absolviert. Er kennt sich mit der Wartung von IT-basierten Sicherheitssystemen und der Reparatur und Wartung von Computern und Peripheriegeräten aus. Dazu spricht Herr G. nicht nur seine Muttersprache Albanisch, sondern auch Italienisch sowie Englisch, Französisch und Spanisch. Das Deutsch des hoch motivierten und engagierten ITlers ist für die kurze Lernzeit bestechend gut.

Häufig wird in den Medien der wachsende Mangel an IT-Fachkräften in Österreich beklagt. Hier ist jemand, der hilft, diesen auszugleichen. Bei Interesse an einem Kennenlernen (Herr G. arbeitet auch gerne ein bis zwei Wochen kostenlos zur Probe) melden Sie sich unter csr_austria [at] hotmail.com. Wir stellen gerne einen Kontakt her!

Übrigens: Die Zeit für das Mentoring steht mir aus unserem Volunteering-Programm zur Verfügung.

Link
Mentoring für Migranten

~ut

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