Innovation: Erst die Lösung, dann das Problem?

Kein Unternehmen der Branche investiert mehr in Forschung und Entwicklung als Microsoft. Das sind immerhin 16 % des Umsatzes. Darüber kann, darf und soll man reden, befand Helmut Gansterer, der gestern Abend den ersten Innovation Day von Microsoft Österreich moderierte. Die Gelegenheit ergriff gleich eine ganze Reihe hochkarätiger Redner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft und erklärte wie aus ihrer Sicht Innovation entsteht, wo ist ihre Basis ist und was es braucht, um sie fördern.
 
 
 
Helmut Gansterer moderierte, Bayram Cigic vom Berufsbildungs- und Forschungszentrum für Blinde und Sehbehinderte erklärte Christa Kranzl, Staatssekretärin für Forschung und Innovation, Luftfahrt und Schiffahrt den ECDL-barrierefrei.
 
Für Microsoft liegt der Schwerpunkt ganz klar auf Bildung. "Bildung ist für uns die Basis von Innovation", meint Herbert Schweiger, Geschäftsführer von Microsoft Österreich. Der Erfolg konnte sich an den Infoständen am Abend sehen lassen: Die FH Hagenberg präsentierte INTOI, ein digitales Flipchart, mit dessen Entwicklung zwei Studentinnen beim diesjährigen Imagine Cup den ersten Platz abgeräumt hatten. Unsere Grazer Kollegen von Vexcel (aus der Uni heraus entstanden) zeigten die neuen 3D-Luftaufnahmen von Toulouse und der ECDL-barrierefrei zeigt, wie der Zugang zu Bildung möglich gemacht wird.
 
Atil Kutoglu: "Kreativität ist Innovation"
Der Modeschöpfer Atil Kutoglu hat naturgemäß keinen technischen Zugang zum Thema Innovation. "Kreativität ist Innovation", meint er. Neue Trends kämen auf den Markt, weil er schaue, "wonach sich die Menschen sehnen". Das alleine führe aber noch nicht zum Erfolg. Innovationen müssen sich auch verkaufen lassen und dazu braucht es betriebswirtschaftliche Kenntnisse. "Mode ist die Kombination von Kreativität und Business".
 
"Necessity is the mother of all innovation"
Für Michel van der Bel, Vice President Public Sector der Microsoft Corporation führt das Bedürfnis nach unerlässlichen Notwendigkeiten zur Innovation. Uns fehlt etwas, wir wollen es, wir werden kreativ und führen Neuerungen herbei. Um das auch zum Erfolg zu führen, braucht es Rahmenbedingungen. Das Umfeld muss stimmen. Es muss Innovationen zulassen und fördern. "Is success without innovation better than failure without innovation?" fragte Van der Bel provokant. Für ihn sei der öffentliche Bereich am besten geeignet, um die Voraussetzungen für ein innovatives Umfeld zu schaffen. "Public sector should provide this." Es müsse aber auch Zusammenarbeit zwischen den Innovatoren möglich sein und natürlich der Bildungsbereich gut funktionieren.
 
"Erst Lösungen, dann die Probleme finden"
Nein, widersprach Prof. Markus Arndt, der an der Universität Wien Quantenphysik lehrt, der These Van der Bels. Nein, man dürfe "nicht Lösungen für Probleme finden, sondern erst die Lösung und dann das Problem". Die "Natur beobachten und dann nutzen", ist die Devise.
 
 
Das weitere wirtschaftliche und wissenschaftliche Umfeld deckten ab: Christa Kranzl, Staatssekretärin für Forschung und Innovation, Luftfahrt und Schiffahrt, Norbert Zimmermann, Präsident Industriellenvereinigung NÖ, Generaldirektor Berndorf, Prof. Michael Haller, FH Oberösterreich, Campus Hagenberg und Elvira Kainersdorfer, Generalsekretärin austria wirtschaftsservice.
 
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